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Wahlkampagne im Vereinigten Königreich weiter ausgesetzt

  • Terrorwarnstufe im Vereinigten Königreich auf „kritisch“ erhöht
  • Aussagen zum Thema Steuer verhelfen USD zu Stabilisierung
  • EUR/GBP notiert im Bereich von 2-Monatshoch

Terrorwarnstufe im Vereinigten Königreich auf „kritisch“ erhöht

Die Kursentwicklung des Britischen Pfund wird noch immer stark von den Nachrichten beeinflusst, die im Zusammenhang mit dem Attentat in Manchester veröffentlicht werden. Vergangene Nacht wurde die Terrorwarnstufe im Vergangenen Königreich auf „kritisch“ erhöht. Die gestrige Nettoverschuldung der öffentlichen Hand fiel enttäuschend aus und die sinkenden Mehrwertsteuereinnahmen deuteten darauf hin, dass die Nachfrage der Verbraucher rückläufig ist.

Der Kurs des Währungspaars GBP/USD notiert nach wie vor im Bereich von 1,30 USD, was 3,5% oberhalb des bisherigen Jahresdurchschnittskurs von 1,25 USD liegt. Da die Wahlkampagne für die britischen Unterhauswahlen einen weiteren Tag ausgesetzt worden ist und heute keine wichtigen britischen Konjunkturdaten auf der Agenda stehen, dürfte der Pfundkurs vor allem von den weltweiten Konjunkturdaten und dem Spekulationshandel beeinflusst werden.

Aussagen zum Thema Steuer verhelfen USD zu Stabilisierung

Die Aussagen von US-Finanzminister Mnuchin in der vergangenen Nacht haben dem US-Dollar zu einer leichten Erholung verholfen, denn seine Aussage, es bestehe Hoffnung, dass die Steuerreform noch in diesem Jahr zu Ende gebracht wird, bremste ein wenig die jüngste USD-Verkaufswelle. Der US-Dollar ist jedoch nach wie vor durch die massiven Verkäufe der vergangenen zwei Wochen angeschlagen. Sollten jetzt allerdings positive Nachrichten aus dem Weißen Haus kommen, könnten die Anleger sehr wohl wieder Vertrauen in den Greenback, als die weltweit meistgehandelte Währung, fassen.

Im Vorfeld hatte der US-Dollar gestern mit Kursen im Bereich von 1,1250 USD ein neues 6-Monatstief gegenüber dem Euro verzeichnet. EUR/USD stieg damit auf das höchste Niveau seit November 2016. Da im nächsten Monat mit Spannung eine weitere US-Leizinserhöhung erwartet wird, könnte das Protokoll der letzten Sitzung des US-Offenmarktausschusses (FOMC) uns möglicherweise weitere Aufschlüsse darüber geben, ob sich die Hoffnungen darauf im Protokoll bestätigt finden und man in diesem Jahr mit weiteren restriktiven Maßnahmen der Federal Reserve (Fed) rechnen kann, da derzeit zwei weitere Leitzinserhöhungen im Gespräch sind.

EUR/GBP notiert im Bereich von 2-Monatshoch

Das Britische Pfund notierte gestern gegenüber dem Euro fast einen Cent niedriger, doch scheint EUR/GBP derzeit unentschlossen, in welche Richtung sich der Kurs des Währungspaars entwickeln wird. Da das Britische Pfund durch Sorgen an den britischen Börsen nach wie vor unter Druck steht, könnten die jüngsten Kursgewinne des Pfund Sterling ggf. auf Gewinnmitnahmen von Spekulanten bzw. die Sorge zurückzuführen sein, Draghi könnte in seiner heutigen Stellungnahme um 14:45 Uhr seine aktuelle Haltung gegenüber dem Euro beibehalten und den in den letzten Tagen verzeichneten Kursgewinnen des Euro ein jähes Ende bereiten.

Merkels jüngste Kommentare widersprachen der Haltung Mario Draghis zur Bewertung des Euro. Somit könnte es durchaus sein, dass Draghi dieses Thema in seiner heutigen Stellungnahme anspricht und damit die Erwartung, es könne bald zu geldpolitischen Veränderungen seitens der EZB kommen, dämpft, indem er die eher abwartende Haltung der EZB beibehält. Widersprüchliche Nachrichten aus der Eurozone könnten die Kursgewinne des Euro einschränken.

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