Globale Themen

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Wichtigste Ereignisse dieser Woche

Sitzung der FED (Mittwoch): Die soliden Arbeitsmarktdaten im Februar (+235.000 Arbeitsplätze bei einem Lohnanstieg von 2,8% im Jahresvergleich und einem Rückgang der Arbeitslosenrate auf 4,7%) lassen für die Investoren keinen Zweifel daran, dass am Mittwoch eine weitere Zinserhöhung angekündigt werden wird (gemäß CME FedWatch-Tool stehen die Chancen dafür bei 90%). Ein derartiges Szenario ist aber im derzeitigen USD-Kurs jedoch bereits berücksichtigt. Die Anleger warten mit Spannung auf weitere Einzelheiten über die von den US-Zentralbankvertretern geplante Geschwindigkeit der Zinsanhebungsrunden. Im Dezember war noch von drei Zinsanhebungen pro Jahr im Zeitraum zwischen 2017 und 2019 ausgegangen worden. Aggressivere Töne von Yellen während ihrer Pressekonferenz (19:30 Uhr) oder ein höherer Anstieg wären ein starker Impulsgeber für einen erneuten Kurszuwachs beim USD, aber die Ungewissheit in Bezug auf die zukünftigen Reformpläne des Weißen Hauses könnte die Zentralbank zu Vorsicht und einer zurückhaltenden Vorgehensweise bewegen. 

Parlamentswahlen in den Niederlanden (Mittwoch): Diese Wahl gilt als Stimmungsbarometer für die anstehenden französischen Präsidentschaftswahlen. Sollte die rechtsextreme PVV-Partei von Geert Wilders die meisten Sitze im Parlament gewinnen, wäre diese eine weitere Bestätigung für die populistische und europafeindliche Stimmung in Europa und könnte auf einen potenziellen Sieg der europafeindlichen französischen Kandidatin Marine Le Pen im Mai hindeuten. 

Weitere Abstimmung zum Brexit-Gesetz im britischen Unterhaus (Montag): Nach den letzte Woche vom Oberhaus angenommenen Änderungsanträgen werden die Mitglieder des Unterhauses heute erneut über das Gesetz abstimmen, das es der Regierung erlauben wird, Artikel 50 auszulösen. Theresa May hofft, dass die Abgeordneten die neuesten Änderungsanträge aufheben, da sie bei den Verhandlungen freie Hand hätte. Es gibt jedoch Zweifel in Bezug auf das Ergebnis der heutigen Abstimmung, da die Konservative Partei eine Mehrheit von nur 17 Stimmen hat. Nach dieser Abstimmung könnte Theresa May theoretisch den Brexit einleiten. 

Treffen zwischen Angela Merkel und Donald Trump: Es ist für diese Woche ein offizielles Treffen der beiden Regierungschefs vorgesehen. Merkel könnte auf die Drohung der USA, die Zölle zu berichtigen, um das Handelsbilanzdefizit mit den wichtigsten Handelspartnern wie Deutschland zu reduzieren, hart reagieren. Dem Spiegel zufolge würde die deutsche Regierung in einem solchen Fall Vergeltungsmaßnahmen in Erwägung ziehen. 

Richterliche Anhörung von Fillon (Mittwoch): Der Kandidat des französischen Mitte-Rechts-Bündnisses der derzeit laut Wahlprognosen an dritter Stelle steht, wird am Mittwoch von Richtern im Rahmen eines Subventionsbetrugfalles angehört. Ein Rücktritt in letzter Minute ist immer noch nicht vom Tisch, obgleich alle Kandidaten vor Freitagabend die Liste mit ihren mindestens 500 Unterstützern vorlegen müssen. 

Zahlreiche Sitzungen von Zentralbanken (Donnerstag): Die Zentralbanken Japans, der Schweiz, Norwegens und Großbritanniens werden am Donnerstag die Schlussfolgerungen ihrer jüngsten geldpolitischen Sitzungen veröffentlichen. Alle werden vermutlich am Status quo festhalten. Mit Spannung erwartet wird jedoch die Sitzung der Schweizer Nationalbank. Die politische Ungewissheit in Europa macht den Schweizer Franken erneut zu einem sicheren Hafen zur Absicherung von Positionen gegenüber potenziellen Unruhen auf dem Markt. 

Sitzung der G20-Finanzminister und der Zentralbankvertreter (Donnerstag/Freitag): Die wirtschafts- und geldpolitischen Vertreter der wichtigsten Weltwirtschaften kommen zu einer großen Sitzung zusammen. Die Handels- und Währungspolitik zählt dabei zu den kontroversesten Themen auf der Tagesordnung.

Derzeitige Trends auf den Devisenmärkten

EUR: Zu Beginn des Handelstages in Europa ist heute eine gewisse Erleichterung zu spüren nach dem starken Anstieg vom Freitagnachmittag, als einige Quellen verlauten ließen, dass die EZB bei ihrer letzten Sitzung ein Szenario erörterte, wonach eine Zinsanhebung schon vor Ende des Programms der geldpolitischen Lockerung erfolgen könnte. Die Optionshändler begannen schon damit, die potenziell höheren Zinsen in die künftigen Verträge einzubauen. Der EUR/USD-Kurs erreichte heute Morgen mit 1,0714 USD den höchsten Wert seit einem Monat. Der Druck nach oben könnte jedoch zeitlich begrenzt sein, da schon diese Woche erste politische Bedenken zurückkehren könnten.

USD: Die starken Arbeitsmarktdaten vom Freitag sind ein eindeutiges Zeichen dafür, dass eine Zinsanhebung ansteht. Es wird für heute Morgen eine geringe Volatilität beim USD erwartet und diese Situation könnte potenziell bis Mittwochnacht und bis zur Veröffentlichung der Schlussfolgerungen der letzten FED-Sitzung bzw. der Pressekonferenz von Janet Yellen anhalten.

GBP: Das Pfund legte heute Morgen vor der abschließenden Abstimmung über das Brexit-Gesetz im Unterhaus zu. Die Anleger sind sich in Bezug auf die möglichen Auswirkungen des Auslösens von Artikel 50 auf den GBP nicht einig. Die Tatsache, dass der Austrittsprozess endlich beginnt, wird einerseits als eine allgemeine Schmerzlinderung gesehen, während auf der anderen Seite ein Druck nach unten erwartet wird, da die Sache jetzt für das Vereinigte Königreich wirklich ernst wird.

CHF: Angesichts des Aufwärtsdrucks auf den Euro in Asien erreichte der EUR/CHF heute Morgen zum ersten Mal seit drei Monaten den Schwellenwert von 1,08 CHF. Ähnlich wie beim EUR/USD könnte dieser Höhenflug kurzfristiger Art sein, da die politische Besorgnis in Europa rasch zurückkehren könnte und zu einem erneuten Anstieg des CHF führen könnte. Bei Öffnung der europäischen Märkte brach der EUR/CHF-Kurs stark ein und fiel auf 1,075 CHF zurück (Gewinnmitnahmen auf einem attraktiven Niveau).

PLN: Der EUR/PLN-Kurs überschritt heute Morgen den Schwellenwert von 4,35 PLN (der höchste Wert seit 1,5 Monaten) aufgrund der Stärkung des Euros und einer gewissen Ungewissheit auf dem Markt, da am Wochenende einige polnische Regierungsvertreter vorschlugen, nach der Wiederwahl von Donald Tusk zum EU-Ratspräsidenten von der EU abzurücken.

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